Verhaltenskodex - ein Präventionsinstrument für Institutionen, Organisationen und Vereine im Kanton Solothurn
Am 20. November 2007– dem Tag der Rechte des Kindes – ist die Fachstelle Kinderschutz Kanton Solothurn mit der neuen Kampagne «Verhaltenskodex» an die Öffentlichkeit getreten. Mit Verhaltenskodizes werden die Mitarbeitenden von Unternehmen, die Einwohnerinnen und Einwohner von Gemeinden, die Aktiven in Vereinen, Klubs und anderen Institutionen verpflichtet, sich an die jeweiligen Verhaltensstandards zu halten. Dass die Fachstelle mit der Einführung eines Kodex an die Adresse von Kindertagesstätten begonnen hat, liegt nicht etwa bei einer besonders hohen Gefährdung in Kindertagesstätten. Nach den Kindertagesstätten sollen andere Lebensbereiche, in denen sich Kinder häufig aufhalten, Ziel der Kampagne werden. Tageselternvereine haben bereits ihr Interesse angemeldet. Andere Organisationen werden von der Fachstelle kontaktiert.
Mit dem Kodex positionieren sich die Institutionen, geben den Mitarbeitenden Richtlinien und Handlungsanleitungen, die grundsätzlich dem Schutz der Kinder vor sexuellen Übergriffen dienen. Der deklarierte Schutz der Kinder trägt dazu bei, dass sich Eltern bei der Wahl der Institutionen sicherer fühlen können, und dass die Institutionen sich selber im Falle von Beschuldigungen und Verdächtigungen besser schützen und sich zur Wehr setzen können. Ein Kodex dient in diesem Sinne allen Beteiligten.
Die Lancierung des Verhaltenskodex ist auf ein grosses, fast ausschliesslich positives Echo gestossen, und das Anliegen wurde in lokalen, regionalen und sogar nationalen Printmedien aufgenommen. Die Kodexmodellvorlage wurde nicht nur von Organisationen und Institutionen innerhalb des Kantons Solothurn, sondern auch von solchen in anderen Kantonen und aus Deutschland angefordert.
